Manuskripteinreichung

typewriter-3024391_1920
Die Redaktion freut sich über Beiträge in Essayform, die gerne zum Lektorat an autismusjournal@emailn.de geschickt werden können. Sie sollten naturgemäß zum AutismusJournal passende Themen wählen sowie einen Umfang haben, der einem Journalbeitrag entspricht.

Das AutismusJournal versteht sich als Gedankenforum für Reflexionen zum Dasein als Autist. Es richtet sich an alle, die ein Interesse daran haben, zu artikulieren oder zu verstehen, was es heißt, Autist zu sein. Es will thematisch orientierte Einfälle versammeln, die im Horizont autistischer Welterfahrung stehen. Das Journal erscheint online in zwangsloser Folge.

Werbeanzeigen

Lorenz Wagner: Der Junge, der zu viel fühlte. Wie ein weltbekannter Hirnforscher und sein Sohn unser Bild von Autisten für immer verändern (München 2018). Ein Nachtrag zu dem Artikel „Intense World“

Statt über den Makel der Autisten sollte man über den Makel der Gesellschaft reden. Wir sagen, Autisten fehlt Empathie. Nein. Uns fehlt sie. Für die Autisten.

system-2660914_1920

Als Nachtrag zu „Intense World“ möchte ich das Buch von Lorenz Wagner Der Junge, der zu viel fühlte empfehlen. Der Autor Lorenz hat die Familie Markram eine Weile begleitet: vor allem den Neurowissenschaftler Markram und seinen autistischen Sohn. Markram versucht die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen, um auch seinen Sohn besser verstehen zu können. Das Buch beschreibt die Frustrationen im Alltag und die Kluft zwischen Wissenschaft und Familienleben gut recherchiert und einfühlsam.

Auch der Paradigmenwechsel in der Autismusforschung durch Markram wird geschildert: Autisten sind nicht weniger sensibel und empathisch, sondern sind es vielmehr in überdurchschnittlichem Maße. Ausgelöst wird diese Erkenntnis durch die Beschäftigung weg von den hemmenden Zellen im Gehirn hin zu den verstärkenden: „Diese Verstärkerzellen empfanden die Reize doppelt so stark, sie redeten mehr miteinander […] Ein Signal-Feuerwerk, doppelt so schnell, doppelt so weit sichtbar. Wunderzellen. […] Wenn in der Hirnrinde die Eindrücke nur so rasten, so müsste das auf den Mandelkern wirken, Emotionen, Gefühle, Erinnerungen im Übermaß müssten entstehen.“

Das führt zu einem Paradoxon, Innen und Außen stehen im Widerspruch zu einander: „Ihr Gefühlsreichtum lässt Autisten gefühlsarm erscheinen. Vor allem drei Hirnbereiche sind betroffen: Vorderlappen, Neocortex und Mandelkern. Bei den einen steckt der Autismus mehr im Vorderlappen, bei den anderen in der Hirnrinde. Bei manchen feuern die Zellen besonders wild, bei anderen nur ein wenig stärker.“

Im Kapitel „Wie Kai die Welt sah“ wird beschrieben, wie ein autistisches Kind von der Umwelt sensorisch überwältigt wird. Markram empfiehlt daher, ein Umfeld zu schaffen, das eine Überforderung verhindert und so das Gehirn nicht überfordert, sondern angemessen stimuliert: „Plastizität ist die Grundlage allen Lernens. […] Auch das Gehirn des Autisten passt sich an: Es blockt Gefahren, die laute Welt, uns.“ Das Verhalten ist einer Überreizung geschuldet, einem Schutzreflex, der zum Überleben notwendig ist.

von Irene Beck

 

Mutismus und motorische Dyspraxie.

Wir sind ungeschickt, im Sprechen, im Handeln, im Bewegen.

balance-2050416_1920

Autisten haben eine ausgeprägte fluide Intelligenz, die Fähigkeit, Muster oder Gesetzmäßigkeiten im Chaos zu erkennen, logische Schlüsse zu ziehen und Beziehungen zwischen Sachverhalten zu erfassen. Dabei ist aber die kristalline Intelligenz eingeschränkt, die Fähigkeit, erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch umzusetzen. Das betrifft zum Beispiel den Versuch, theoretisch erworbene Bewegungsabläufe motorisch zu vollziehen. Wir sind immer irgendwie dyspraktisch, ungelenk und ungeschickt. Wir fallen im Sport über die eigenen Füße.

Diese Dyspraxie führt auch zum selektiven Mutismus, zum Verstummen oder der Beeinträchtigung der sprachlichen Kommunikation in bestimmten Situationen. Wir schweigen in Gruppen, im Klassenzimmer, gegenüber verwirrenden Personen. Unsere Amygdala feuert, wir sind gelähmt. Die motorischen Funktionen, auch das Sprechen, sind blockiert. Wir können dann nicht spontan unsere Gedanken äußeren, wir können nicht denken, nicht sprechen. Unsere Epochalnoten sind unterirdisch. – Na gut, dann balanciere ich halt auf dem Brett vorm Kopf.

Von Anonymous

Dünnhäuter. Hochsensibilität und Autismus

Hochsensibilität bezeichnet eine im Vergleich zur Mehrheit der Menschen deutlich höhere Empfindlichkeit gegenüber äußeren und inneren Reizen aufgrund eines veranlagungsbedingt besonders leicht erregbaren Nervensystems. Das bringt eine subtilere, umfangreichere, nuancenreichere und intensivere Wahrnehmung mit sich; ebenso eine ausgeprägte Feinfühligkeit, eine höhere emotionale Reaktivität und eine gründlichere und komplexere Informationsverarbeitung. Damit einher gehen ein früheres Erreichen eines Zustands der Überstimulation und ein längeres Nachklingen des Erlebten. Hochsensibilität ist ein fest verankertes, unabänderliches Persönlichkeitsmerkmal, das bei 15 bis 20 Prozent der Menschen, Männern wie Frauen, auftritt. (Ulrike Hensel)

 

ganesha-1853602_1920

Der Vorwurf, man solle doch nicht dauernd überreagieren, nicht so empfindlich sein, sich nicht so anstellen oder sich nicht wieder in etwas hineinsteigern, begleitet jeden Hochsensiblen. Er ist wie der Autist ein Wesen vom anderen Stern; er reagiert auf äußere Reize wie Lärm, Geruch, optische Reize viel stärker als die meisten anderen Menschen. Ebenso ist er ungleich empfänglicher für die eigenen emotionalen Reize und die der anderen. Zu dieser höheren Empfänglichkeit gesellen sich Probleme mit der Emotionsregulierung und Erschöpfung beim overload. Hochsensibler wie Autist brauchen Rückzug, um leerzulaufen und wieder auf ein erträgliches Erregungsniveau zu kommen.

Hochsensibilität ist eine spezielle Variante in der Ausprägung des Nervensystems wie auch Autismus eine besondere Form desselben darstellt. Elaine Arons The Highly Sensitive Person: How to Thrive When the World Overwhelms You von 1996 hat das Phänomen erstmals in dieser Terminologie ausführlich beschrieben. Vier Indikatoren für Hochsensibilität benennt sie: Gründliche Informationsverarbeitung, Übererregbarkeit, emotionale Intensität oder Reaktivität und sensorische Empfindlichkeit. Die Wahrnehmungsfilter sind weniger ausgeprägt, was zu Problemen führt, die die meisten anderen nicht kennen. Diese Hochreaktivität ist neuronal nachweisbar. Es fällt dem Hochsensiblen schwer, die richtige Balance zwischen Über- und Unterforderung zu finden, zwischen Erholungspausen und konzentrierter Tätigkeit, zwischen Gemeinschaft und Fürsichsein.

Man kann sich nicht ein dickes Fell zulegen, man bleibt nackt. Erst, wenn man anerkennt, dass man anders ist, kann man sich in seiner Haut zurechtfinden; erst, wenn man aufhört, Erwartungen erfüllen zu wollen, die zwar den meisten anderen völlig normal erscheinen, die für einen selbst aber nichts als eine Zumutung bedeuten. Nur so lässt sich eine Überstimulation vermeiden, die zu emotionalen Ausbrüchen und Erschöpfung führt. Der eigene Wohlfühlbereich ist eng: Schnell ist irgendein Aspekt der Umwelt zuviel und wirkt belastend; die Welt ist immer ein wenig zuviel, und ohne individuelle Überlebensstrategien geht der Hochsensible unter.

Die Hochsensibilität ist durch Argumente und Ermunterung nicht aus der Welt zu schaffen. Ihre Erlebniswelt unterscheidet sich von derjenigen der meisten Menschen. Diese durchschnittliche Erlebniswelt wiederum bleibt dem Hochsensiblen ein Rätsel. Die Nicht-Hochsensiblen sind anders; die Reize dringen zu ihnen gar nicht in dieser Intensität durch; sie sind Dickhäuter, die viel weniger angeht, viel weniger aufwühlt, viel weniger belästigt; sie denken viel weniger über sich und die Welt nach. In diesem Sinne haben sie eine sensorische und kognitive Schwäche. Dass sie allgemein als die Starken erscheinen, ist dem Umstand geschuldet, dass sie im Alltag einfach reibungsloser funktionieren. Die Herde zieht weiter.

von Anonymous

Dunkles Glas – Autismus und Depression.

Das Glück verläuft im Bogen.

architecture-768432_1920

Es ist die Leere, die einen verzweifeln lässt, das dunkle Glas, das einen umgibt und alles abschattet, dem man sich nähert. Wenn mein Gehirn nicht auf eine Aufgabe gerichtet ist, schottet es ab, läuft es leer, wird alles dumpf und öde. Ich bin dann gar nicht richtig da. Und weil das so ist, schwinge ich auch nicht mit anderen mit, was mich weiter isoliert. Selbst wenn von außen betrachtet alles stimmt in meinem Leben, es bleibt eine Qual, weil es gefühlt von mir meilenweit entfernt stattfindet. Ich bin von Angst gelähmt. – Das also sind meine Nachtgedanken.

Und meine Gedanken am Morgen sind folgende: Ich möchte etwas tun, ich möchte etwas erschaffen, etwas entdecken, gemeinsam mit anderen. Ich finde meine Wege, ich überspiele meine Schwierigkeiten, ich richte mich in meiner Nische ein. Im Flow fühle ich mich geborgen, alle Mühsal verschwindet. Ich spüre, welche Kraft ich habe, wie ich mich weniger sorge als die anderen, wie ich in manchen Dingen freier bin. Es ist fast wie Schweben und ein wenig schmerzhaft. – Ja, Glas umgibt mich, aber dieses Glas ist hell vom Licht.

von Anonymous

Notiz zu Greta Thunberg

Kognitive Dissonanz und Wandel schließen sich aus.

global-warming-2034896_1920

Kognitive Dissonanz ist eine unangenehme Erfahrung; sie will umgehend zur Konsonanz reduziert werden, indem Situationen, welche die Dissonanz erhöhen, gemieden werden. Die Erfahrung von Dissonanz kommt aus einer logischen Inkonsistenz, z.B. zwischen verschiedenen kulturellen Regeln oder aus dem Widerspruch zwischen Einsicht und Handeln. Die Überzeugung gleicht sich an die Handlung an, um rechtfertigend Praxis und Selbstbild in Einklang zu bringen. Diese Selbsttäuschung bringt Erleichterung im psychischen System und will aufrechterhalten werden: „Der Rechthaber entwickelt, um nur ja die narzißtische Schädigung von sich fern zu halten, die ihm durch die Preisgabe der Meinung widerfährt, einen Scharfsinn, der oft weit seine intellektuellen Verhältnisse übersteigt.“ (Adorno, Meinung Wahn Gesellschaft).

Wo aber der Narzissmus grassiert, ist der Wandel noch weit. Wo eine Einsicht ausgesprochen wird, die unbequem ist, trifft sie auf taube Ohren: „Ihr sprecht nur von grünem, ewigen Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst habt, euch unbeliebt zu machen. Ihr sprecht nur darüber, mit den immer gleichen schlechten Ideen weiterzumachen, die uns in diese Krise geführt haben. Und das, obwohl die einzige vernünftige Entscheidung wäre, die Notbremse zu ziehen“, moniert Greta Thunberg: „Ihr seid nicht einmal erwachsen genug, die Wahrheit zu sagen.“ Es sei so, „dass die Leute zwar immer das eine sagen, aber das Gegenteil davon machen.“ Die Wahrheit ist, sie ist unbequem: „Einige Leute sagen, dass ich studieren sollte, um Klimawissenschaftlerin zu werden, damit ich die Klimakrise ‚lösen kann‘. Aber die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern.“

Als Autist ist es schwierig, Einsichten zu verdrängen, ist es schwierig, gegen die Logik zu handeln: „Ich denke, wenn ich kein Asperger hätte, wäre das hier nicht möglich gewesen. Ich hätte einfach weiter so gelebt und gedacht, wie jeder andere auch. Ich sehe die Welt aus einer anderen Perspektive – Schwarz und Weiß“, sagt Thunberg. Sie sei „realistischer“ als anderer; sie folge konsequenter der Logik, welche die Fakten hervorruft: „Und mein Gewissen lässt nicht zu, nicht zu handeln. Ich muss etwas tun – ansonsten kann ich nachts nicht schlafen.“ Doch vielen scheint es ganz im Gegenteil den Schlaf zu rauben, wenn die eigene kognitive Dissonanz in Frage gestellt wird, und das auch noch von einem streikenden Kind.

Aber es ist für die Kinder zunehmend sinnlos, in der Schule für eine Zukunft zu lernen, wenn diese Zukunft selbst in Frage steht. Die Schule hat die Aufgabe, tradiertes Wissen weiterzugeben; dieses Wissen aber hat in eine Sackgasse geführt. Die Katastrophe ist bereits da, die Geschichte findet jetzt statt, nicht im Unterricht. Daher muss das „unsichtbare Mädchen […], das in der Schule ganz hinten gesessen hat“, sichtbar werden. Nur ein Bruch mit dem Status quo kann die Dynamiken freisetzen, die notwendig für einen Wandel sind: „Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr Erwachsenen von uns verlangt. Aber wir ahmen euch nach. Und weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten“, so Thunberg. Die Schüler streiken schon. Wann folgen die Lehrer? – „Geratet in Panik.“

von Anonymous

——–

Manuskripteinreichung

Die Redaktion freut sich über Beiträge in Essayform, die gerne zum Lektorat an autismusjournal@emailn.de geschickt werden können. Sie sollten naturgemäß zum AutismusJournal passende Themen wählen sowie einen Umfang haben, der einem Journalbeitrag entspricht.

Das AutismusJournal versteht sich als Gedankenforum für Reflexionen zum Dasein als Autist. Es richtet sich an alle, die ein Interesse daran haben, zu artikulieren oder zu verstehen, was es heißt, Autist zu sein. Es will thematisch orientierte Einfälle versammeln, die im Horizont autistischer Welterfahrung stehen. Das Journal erscheint online in zwangsloser Folge.

Begriffliche Schwäche, individueller Ausdruck

Wir sind anders gleich.

balance-2108025_1920

Um die Charakteristika von Autismus zu beschreiben, werden in der Forschung häufig Begriffe gebracht wie Neuronale Hyperkonnektivität, -reaktivität oder -funktionalität, Hyperreaktive Amygdala, Neuronale Hypo- oder Hypersynchronisationsdefizite, Exekutive Dysfunktionen, Hyper- und Hyposensibilität, Filter- und Kohärenzschwäche. Der Autismus, so scheint es, ist in einem Zuviel und einem Zuwenig zugleich angesiedelt. Mal sind die neuronalen Prozesse zu rasch, mal zu langsam, mal sind sie zu sehr miteinander, dann wieder zu wenig miteinander vermittelt. Gemessen an dem impliziten Standard, der diesen Begriffen innewohnt, weichen die neuronalen Prozesse des Autismus ab von der Funktionsweise, die als neurotypische Ausprägung beschrieben wird.

Die Anerkennung der Mannigfaltigkeit von Gehirnen, Denk- und Verhaltensweisen, von atypischer neuronaler Konnektivität, wird seit längerem gefordert. Autismus ist eine Form menschlichen Seins, eine neurologische Variation unter vielen. Das Anderssein soll gleichwertig sein gegenüber dem Normalsein, seiner Existenz die gleiche Würde zukommen. Eher befremdliche Schwächen werden mit erstaunlichen Stärken aufgewogen: Wahrnehmungsbegabung fürs Detail, für Muster und die Differenz, ausgeprägte Sensibilität, Konzentration, Ausdauer etc. – Und tatsächlich, wer sagt, dass das Detail nicht wichtiger ist als das Ganze, kann das Detail doch das Ganze in Frage stellen? Wer kann bestimmen, wie viel der neurologische Filter wirklich abschirmen sollte? Wer legt fest, wie viel ich fühlen soll?

Mir scheint, wir Autisten haben leicht verschobene Maßstäbe, aber die gleichen elementaren Bedürfnisse wie wohl die meisten anderen. Jeder will ein gutes Leben. Ein gutes Leben geht weit über das Funktionieren in Schule und Beruf hinaus. Ein gutes Leben ist Sicherheit und Freiheit, ist Ich und Du. Politik und Gesellschaft haben die Aufgabe, den Rahmen für ein gutes Leben zu bilden, jeder für sich, ihn auszufüllen. Das Gefühl, das Leben in den eigenen Händen zu haben, wenig Stress, verlässliche Strukturen, Arbeit, Ruhe, Geborgenheit, Anregung, Anerkennung: All das für sich auszubalancieren, ist für jeden Menschen eine lebenslange Herausforderung. Je nach neurologischer Ausprägung kämpft hier jeder seinen einzigartigen Kampf, mit seinen persönlichen befremdlichen Schwächen und erstaunlichen Stärken.

Und ich – ja auch ich leide. Es ist kein Glück, geboren zu sein. Mein neurologisches System befindet sich meistens im Überlebensmodus. Sich abzuschirmen ist ebenso wichtig, wie sich zu öffnen: dem Kleinen und dem Großen. Vielen Dinge gehen wie im Schlaf und von Zauberhand, andere sind unendlich zäh und mühsam. Ich habe einige Jahre in Oxford geforscht und gelehrt, und die größte Herausforderung war der smalltalk auf dem Flur. Ich habe eine ärgerliche Angst vor Menschen und zugleich genieße ich ihre Gegenwart und die Gespräche. Manchmal kann ich kaum einen Fuß vor den anderen setzen, und dann wieder fliegt mir alles zu. Ich habe Familie, Freunde und Partner und fühle mich doch oft verloren. Froh bin ich, dass ich viele Probleme, die andere haben, nicht kenne, und kenne mich doch bei meinen eigenen Problemen kaum aus. Überforderung und Langeweile, Erschöpfung und grenzenlose Energie pendeln so hin und her. – Geboren zu sein, ist kein Unglück, es hätte schlimmer kommen können.

von Anonymous